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07. Februar 2018

Historie | 70 Jahre VPT – die größten Aktionen und Kampagnen

Historie | 70 Jahre VPT – die größten Aktionen und Kampagnen

Autor: Oliver Peters

Im Laufe der Jahre war der Verband Physikalische Therapie Organisator oder Mitgestalter zahlreicher Aktionen zur Sicherung der Heilmittel-Branche. Demonstrationen, Unterschriftensamm­lungen und Kampagnen sorgten dafür, dass Themen wie Arbeitsbedingungen der Therapeuten, Vergütung und soziale Gerechtigkeit wahrgenommen wurden und es auch zukünftig werden.

Eine der größten Demonstrationen fand am 3. Dezember 1996 statt. Nahezu 20.000 Therapeutinnen und Therapeuten aus dem gesamten Bundesgebiet waren nach Bonn gekommen, um gegen die Streichung der Heilmittel aus der Grundversorgung und gegen die Umwandlung in Gestaltungsleistungen zu demonstrieren. Ein deutliches Zeichen dafür, dass Arbeitsplätze gefährdet und chronisch Kranke benachteiligt werden.

Durch die große Anzahl der Teilnehmer, sowie die damit verbundenen Schließungen von Praxen fand diese Demonstration große Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und den Medien. Selbstverständlich blieb der Patient währenddessen nicht auf der Strecke. Es wurden Notdienste eingerichtet.

Zusätzlich führe der VPT auch weitere Demonstrationen durch oder rief zur Teilnahme an bundesweiten Demonstrationen auf, z.B. in München oder 2015 in Leipzig. Letztere wurde als Gemeinschafts­aktion des SHV im Rahmen von Fachmesse und Kongress der „therapie Leipzig“ durchgeführt. Das Motto lautete: „Die Politik muss handeln – JETZT!“ Diese Aktion fand ebenfalls deutlich Gehör. CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Roy Kühne, Mitglied im Gesundheitsausschuss, hielt eine überzeugende Rede im Sinne der Leistungserbringer aus dem Heilmittelbereich.

VPT-Kampagne „Offene Türen“ fand Gehör

Die bisher größte und aus unserer Sicht erfolgreichste Kampagne fand 2016 statt. Unter dem Motto „Offene Türen für mehr Anerkennung, Direktzugang und bessere Vergütung“ sammelte der Verband Physikalische Therapie insgesamt 91.353 Unterschriften von Bürgern, Therapeuten sowie Praxisinhabern.

„Der VPT ist hoch erfreut über eine derart große Beteiligung an der Unterschriftenaktion, in der sich die Menschen im ganzen Land für eine bessere Versorgung mit Physiotherapie ausgesprochen haben. Dafür bedanke ich mich im Namen aller Patientinnen und Patienten sowie aller Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten ganz herzlich bei allen Unterstützern!“, resümierte Karl-Heinz Kellermann, Bundesvorsitzender des VPT, anlässlich der Kampagnen-Präsentation am 15. März 2016 in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin.

Der VPT erläuterte im Rahmen der Aktion anschaulich die Probleme der Physiotherapie und lieferte konkrete Lösungsvorschläge zu allen für Heilmittelerbringer relevanten Themen: höhere Patientenzufriedenheit, Wegfall der Grundlohnsummenbindung, zeitliche Straffung der Schiedsverfahren, Streichung des Schulgelds, Modernisierung der Ausbildung sowie Schaffung flächendeckender Studienangebote.

Dem Parlamentarischen Abend vorausgegangen war die Übergabe der Unterschriften an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Der für den Bereich Heilmittel zuständige Referatsleiter Andreas Brandhorst nahm die Unterschriften entgegen und zeigte im Gespräch viel Fachwissen und Verständnis für die Belange der Physiotherapeuten. Mit dem Erfolg der Kampagne wurde der Politik deutlich gemacht, dass es Handlungsbedarf im Bereich der Physiotherapie gab und diese Forderungen maßgeblich im HHVG umgesetzt werden mussten.

Protest gegen Rechnungsabsetzungen in den Praxen

Neben dieser Aktion gab es  weitere spannende Kampagnen, sowohl bundesweit als auch regional. So hatte die Landesgruppe Bayern gemeinsam mit ihren süddeutschen Mitstreitern ZVK und VDB die Aktion „… uns sind die Hände gebunden“ ins Leben gerufen und gegen die verschärften Bedingungen für AOK-Patienten und Rechnungsabsetzungen in den Praxen demonstriert.

Auch sonst wurde überregional und verbandsübergreifend gut zusammengearbeitet. Aktuellstes Beispiel ist die SHV-Kampagne „Dafür bewegen wir alle zu handeln – Die Politik. Die Krankenkassen. Und Sie!“ Hier werden vom VPT gemeinsam mit DVE, IFK, Physio-Deutschland und ZFD grundlegende Themen wie Akademisierung, Direktzugang, Schulgeldfreiheit und Vergütung aufgegriffen und die Interessen der Branche vertreten.

Selbstverständlich ist der Einsatz des VPT für die Therapeuten damit noch längst nicht beendet. Die nächsten Aktionen sind bereits in Planung. Man darf gespannt sein ...


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